Der größte Teil des Verpackungsmülls entsteht nicht bei der Entsorgung. Er entsteht während des Designs.
Übergroße Kartons, übermäßig viel Füllmaterial und ineffiziente Verpackungsspezifikationen erhöhen den Verbrauch von Wellpappe und erzeugen vermeidbaren Verpackungsmüll in der nachgelagerten Lieferkette. Wenn die Verpackung auf Näherung statt Präzision basiert, wird der Überschuss normalisiert.
Nachhaltige Verpackungen konzentrieren sich darauf, den Materialverbrauch zu minimieren, ohne den Produktschutz zu beeinträchtigen.
Der erste Schritt besteht darin, unnötige Materialien zu reduzieren.


Nachhaltigkeitsbemühungen konzentrieren sich häufig auf Recyclingprogramme und Post-Verbraucher-Verpackungsmüll. Diese Dinge sind wichtig, betreffen jedoch das Ende des Lebenszyklus. Die Reduzierung des Materialverbrauchs hingegen setzt am Anfang an.
Wenn die Größe der Verpackung genauer auf das Produkt abgestimmt ist, verbrauchen Betriebe weniger Wellpappe und sind weniger auf Sekundärmaterialien angewiesen. Diese Reduzierung verbessert die Umweltleistung und senkt den gesamten Verpackungsverbrauch im gesamten Netzwerk.
Für Versender mit hohem Versandaufkommen können selbst geringe Materialeinsparungen pro Bestellung den jährlichen Wellpappenverbrauch deutlich reduzieren.
Abfallvermeidung ist wirkungsvoller als Abfallmanagement.
Verpackungsentscheidungen beeinflussen die Transporteffizienz.
Größere Kartons erfordern mehr Laderaum, Palettenpositionen und Kraftstoff, um dieselbe Produktmenge zu transportieren. Da Unternehmen die Scope-3-Emissionen genauer verfolgen, wird die Effizienz der Verpackungs-Prozesse Teil der Transportberichterstattung.
Durch die Reduzierung des Paketvolumens lässt sich der ökologische Fußabdruck der Distribution verringern, ohne dass die Transportnetze oder die Zustellfrequenz verändert werden müssen.
Nachhaltige Verpackungsstrategien berücksichtigen zunehmend sowohl den Materialverbrauch als auch die Auswirkungen auf den Transport.


Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einer Compliance-Anforderung und ist nicht mehr nur eine freiwillige Unternehmensinitiative.
Die EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) legt Erwartungen hinsichtlich Verpackungsminimierung, Recyclingfähigkeit und Verpackungsmüllvermeidung fest. Gleichzeitig verpflichten die Gesetze zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) die Hersteller, die finanzielle und betriebliche Verantwortung für die Verpackungen zu übernehmen, die sie auf den Markt bringen.
Zusammen erhöhen diese Vorschriften die Verantwortlichkeit für die Materialeffizienz.
Unternehmen, die überregional tätig sind, müssen nachweisen können, wie das Verpackungsdesign überschüssiges Material reduziert und die Ziele der Wiederverwertbarkeit unterstützt. Nachhaltige Verpackungsstrategien helfen dabei, Fulfillment-Abläufe mit sich entwickelnden Umweltstandards in Einklang zu bringen, bevor die Durchsetzung verschärft wird.
Viele Unternehmen berichten mittlerweile anhand von ESG-Angaben und Nachhaltigkeitsverpflichtungen über ihre Umweltleistung.
Die Verpackung spielt dabei eine sichtbare und messbare Rolle. Der Einsatz von Wellpappe, der Verbrauch von Füllmaterial, Transportemissionen und Verpackungsmüll tragen alle zu Umweltkennzahlen bei.
Die Reduzierung des gesamten Verpackungsvolumens kann die Ergebnisse der Nachhaltigkeitsberichterstattung verbessern und gleichzeitig die operative Leistung erhalten.
Nachhaltigkeit wird dann dauerhaft, wenn sie von Anfang an in die Prozessgestaltung integriert wird – und nicht erst nachträglich hinzugefügt wird.

Für folgende Situationen ziehen Unternehmen in der Regel nachhaltige Verpackungen in Betracht:
Die eigentliche Frage ist nicht, ob Nachhaltigkeit wichtig ist. Es geht darum, ob dein Verpackungsdesign deine Umweltziele widerspiegelt.
